Kein Platz für Hirnschmalz

Ich sehe was, was niemand sieht - Tim O'Rourke, Frank Böhmert

Die siebzehnjährige Charley Shepard führt ein zurückgezogenes Leben, denn sie hat eine Fähigkeit, die sie zur Außenseiterin macht. In ihren »Blitzen« sieht sie die letzten Momente der Sterbenden, doch nicht einmal ihr eigener Vater glaubt ihr. Als sie zusehen muss, wie ein Mädchen Namens Kerry von einem Mann verschleppt und auf den Zuggleisen wie zu einem Selbstmord abgelegt wird, fängt sie an selbst nach dem Mörder zu suchen. Dabei trifft sie auf den jungen Kripobeamten Tom, der ebenfalls Zweifel an Kerrys Selbstmord hegt.

 

Natalie war der einzige Mensch gewesen, der mich verstanden hatte. Und nun war sie tot, von den Rädern eines Zugs in Stücke gerissen. Ich kniff die Augen zu, schob die grässlichen Bilder beiseite. Ich wollte sie nicht sehen. Weder jetzt noch irgendwann. - Kapitel 1, Charley

Tja, wo fangen wir bei diesem Buch an? Ich sehe was, was niemand sieht (Flashes) ist zwar nicht das erste Werk von Tim O’Rourke liest sich aber doch sehr wie eines. Das größte Problem zeigt sich schon zu Beginn, denn obwohl das nicht vom Autor vorgesehen ist, ist der Mörder in diesem Roman bereits innerhalb der ersten fünfzig Seiten klar. Die große Überraschung am Ende ist dementsprechend vielmehr eine Formalität, als eine echte Entdeckung… -> weiterlesen

Quelle: http://moyasbuchgewimmel.de/rezensionen/titel/i/ich-sehe-was-was-niemand-sieht