Science Fiction oder: Wow! Was für ein Buch!

The Soul Consortium - Simon West-Bulford

Salem Ben, der letzte Mensch im Universum, lebt alleine auf einem künstlichen Mond, wo jedes gelebte Leben als digitale Kopie archiviert liegt. Der Rest der Menschheit hat nach Millionen von Jahren eines sinnlos gewordenen Lebens den Freitod gewählt – der natürliche Tod wurde durch enorm fortschrittliche Technologien im Bereich des Klonens und synaptischer Übertragung besiegt -, nur Salem Ben fürchtet auch nach all der Langen Zeit das Ende und sucht eine Antwort auf die letzte aller Fragen, bevor er sich dem Tod stellen kann: gibt es ein Leben danach?
Um die Antwort zu finden, schlüpft er in verschiedene archivierte Leben. Doch was er statt der Antwort findet, ist eine bösartige Entität, die die Entstehung des Lebens zu redigieren gedenkt – Salem Ben ist das Einzige, was ihr dabei im Weg steht.

 

When I was a boy my smiling schoolteacher asked my class a very simple question:
»What is the one thing in this world that we can all know as an undeniable certainty?«
The students looked at each other, smirking as they whispered their sarcastic remarks, but the grins soon fell when she spoke again. Not because she had brought her palm down hard on her desk when she revealed the answer. It was tears in her eyes.
»One day every last one of you will die.«

 

Meine ultimative Entdeckung noch aus dem letzten Jahr noch war The Soul Consortium von Simon West-Bulford.
Ein geniales Erstlingswerk, dass auf den ersten Blick nicht so grandios wirkt, wie es ist. The Soul Consortium vereint soviele verschiedene Dinge in sich, die das Buch unglaublich spannend machen. Man reist zum Anfang und zum Ende des Universums, in die Erinnerungen anderer Menschen - ein spannendes und manchmal gruseliges Abenteuer!

Da ich Science Fiction mit Raumreisen und der Besiedlung fremder Planeten irgendwann anfing langweilig zu finden, habe ich lange nichts mehr in dem Genre gelesen. In letzter Zeit dürstet es mich aber doch wieder häufiger nach futuristischen Szenarien und mit diesem Roman habe ich einen echten Glücksgriff getan. The Soul Consortium braucht weder Raumschiffe noch Laserschwerte oder Kolonien auf fremden Planeten um zu begeistern. Man liest die fortschrittliche Entwicklung aus jeder Zeile und bleibt dabei doch irgendwie der Gegenwart und der Geschichte verbunden. Dies ist ein Roman der mich in vielerlei Hinsicht immer wieder überrascht hat und eine unbedingte Leseempfehlung bekommt.

 

Wer noch mehr begeisterte Worte braucht um sich zu überzeugen, der schaut sich meine Rezension bei Bibliotheka Phantastika an.

Quelle: http://www.bibliotheka-phantastika.de/rezensionen/the-soul-consortium