City of Bones von Cassandra Clare (Schnulzalarm … mal wieder)

City of Bones  - Cassandra Clare

In letzter Zeit hinke ich mit meinen Rezensionen hier etwas hinterher. Das heutige Buch habe ich schon vor ein paar Monaten gelesen, aber die liebe Zeit … ich habe zu wenig davon!
Doch genug des Wehklagens, begeben wir uns also zu:

City of Bones von Cassandra Clare, dem ersten Buch aus der Reihe The Mortal Instruments bzw. zu dt. Die Chroniken der Unterwelt

Clary dachte, sie und ihr bester Freund Simon würden einen ganz normalen Abend im Club Pandemonium verbringen. Ein wenig tanzen, feiern und das normale jugendliche Leben genießen. Doch dann sieht sie wie ein Teenager von drei anderen ermordet wird und sich anschließend vor ihren Augen in Rauch auflöst. An diesem Abend ändert sich für Clary alles, denn nun muss sie erkennen, dass neben ihrer bekannten Welt eine ganz andere, düstere Welt voller übernatürlicher Kreaturen existiert, und dass sie irgendwie mit ihr in Verbindung steht. Doch die einzige Person, die Klarheit schaffen könnte, Clarys Mutter, wird entführt, bevor Clary die Chance hat, Antworten zu bekommen.

Gehört hatte ich von dieser Buchreihe schon irgendwann zu Harry Potter Zeiten, konnte mich aber nie genug dafür begeistern, als dass ich tatsächlich auch zu dem Buch greifen wollte. Ausschlaggebend war letztlich der anstehende Kinofilm, der in der Werbung gar nicht mal so übel erschien. Da ich nicht gerne unvorbereitet in Buchverfilmungen gehe dachte ich mir: jetzt ist es an der Zeit City of Bones in die Hand zu nehmen. Hätte ich es mal lieber sein lassen …

Diese neuerliche Episode von »moya versucht sich an einer Jugendbuchreihe« hat mir eindeutig den Rest gegeben und meine Zuneigung für Jugendbücher endgültig gekillt. Nicht nur, dass etliche »Ideen« schlicht und ergreifend aus anderen Werken wie Angel Sanctuary, Harry Potter und sogar Star Wars geklaut sind, nein, jede Anwandlung interessanter Handlung wird auch schon wieder von dieser tausendfach durchgekauten Liebesdudelei mit künstlichem Dreiecksdrama erstickt. Immerhin, das muss man Cassy Clare lassen, selten hat mich ein Buchende so gefrustet wie dieses. Ist ja auch irgendwo eine Leistung.
Es gibt auch ein paar gute Punkte bei City of Bones. Die Charakterzeichnung ist an sich ganz gut gelungen und versucht möglichst liberal alle Themen einzufangen, die so einen Jugendlichen interessieren könnten, aber wer schon sehr viele Bücher gelesen hat und allgemein in dem Genre nicht neu, der wird Schwierigkeiten haben sich mit den ganzen »Inspirationen« aus Drittwerken anzufreunden.

Den Film habe ich mir nach der Lektüre dann nicht mehr ansehen wollen, durch die beiden Folgebände habe ich mich dagegen tatsächlich noch durchgekämpft. Ob aus purem Masochismus oder völligem Unglauben, dass das ernst gemeint sein soll, kann ich bisher nicht sagen …

Die noch milde ausgefallene Rezension (mit mehr sachlicher Argumentation - *hust*) gibt es wieder bei Bibliotheka Phantastika.

Quelle: http://www.bibliotheka-phantastika.de/rezensionen/city-of-bones-the-mortal-instruments