Undersea

Undersea - Geoffrey Morrison

Nach einer Katastrophe, die das Leben auf der verstrahlten Erdoberfläche unmöglich macht, befinden sich die letzten Überlebenden der Menschheit auf zwei großen Unterseeschiffen. Generationen sind vergangen, als die Stadträtin Ralla eine Entdeckung macht, die das Überleben auf ihrem Schiff, der »Universalis«, gefährdet. Doch ihre Kollegen schenken ihr kein Gehör. Unterdessen schafft es der Fischer und gelangweilte Trunkenbold Thom Vargas, einen Schritt auf der Karriereleiter nach oben zu tun und einen Posten als Shuttle-Pilot zu ergattern. Noch bevor er sich darüber freuen kann, bringt ihn sein erster Passagier, Ralla Gattley, in Schwierigkeiten, denen er sich in keiner Form gewachsen fühlt.

 

- In the darkness of the deep, Thom Vargas slept. The damp, cramped, cold cockpit pressed in around him, a dormant barrier to the sea beyond. At their dimmest, the backlit buttons on the console before him normally wouldn’t have looked lit at all. But at this depth, they pierced the darkness like suns. – Part I



Meine Suche nach Unterwasser Science Fiction geht weiter und führt mich diesmal zu dem Indie-Autor Geoffrey Morrison. Morrison, der normalerweise technische Berichte schreibt und auch in Bogs aktiv ist, liefert mit Undersea seinen ersten Roman ab. Trotz einiger Anfängerschwächen weiß er dabei zu überzeugen und eine interessante Story zu flechten.
Wie der Titel und das sehr passende Buchcover schon erahnen lassen, geht es hier in die Tiefen der Meere, auf maroden U-Booten oder flotten Jägerschiffen, im modernen Tauchanzug oder bei einem Spaziergang in einer der unterseeischen Domkuppeln auf dem Meeresgrund.

Die Story behandelt sowohl das Leben der letzten Menschen auf ihren U-Booten, von dem niedrigsten Arbeiter bis hin zum politischen Führer und spricht dabei auch mal kritische soziale Einordnungen an. Im Zentrum aber steht der Konflikt der beiden letzten verbliebenen Parteien, die auf unterschiedlichen Schiffen leben und seit 20 Jahren keinen Kontakt mehr hatten. Die Agenda beider Schiffe könnte dazu führen, dass auch die Reste der Menschheit demnächst aussterben.
Vor allem die beiden Hauptcharaktere sorgen dabei für Sympathien und kommen glaubhaft rüber. Der Fischer Thom Vargas macht möglicherweise eine etwas sehr schnelle Entwicklung durch, doch das ist angesichts der rasanten Gesamthandlung nicht weiter tragisch.

Undersea ist ein actionreiches Unterwasserabenteuer, dass man als Science Fiction Fan nicht verpassen sollte. Zwar wirkt manches der angebotenen Technik nicht unbedingt realistisch, doch wenn es darum geht sich einfach von dem flüssigen Thema begeistern zu lassen und es mit der Realisierbarkeit nicht zu genau nimmt, dann wartet hier eine Menge Lesespaß!

Die etwas genauere Rezension gibt es wie immer bei BP.

Quelle: http://www.bibliotheka-phantastika.de/rezensionen/undersea