Kevin Hearne: Verführer der Bookaholics

Vergangene Woche habe ich das undenkbare getan: ich habe mir einen eReader gekauft!

Als eigentlich total altmodisch veranlagte Person für die nichts über ein echtes, gedrucktes Buch geht, war das jetzt erst einmal ein gewagter Schritt und ich bin noch immer selbst überrascht von dieser Spontanaktion. Vom Entschluss mir ein solches Gerät zuzulegen bis zum tatsächlichen Erwerb sind genau 3,5 Stunden vergangen und noch einmal eine halbe Stunde später war das erst eBook darauf geladen. Den Großteil der Zeit habe ich freilich mit dem Vergleich verschiedener Geräte und dem Herumfragen im Freundeskreis nach Empfehlungen verbracht. Am Ende ist es dann ein kobo glo geworden und ich bin entzückt!
Das Leseerlebnis ist natürlich schon irgendwie anders und mir fehlt das haptische Buch in den Händen durchaus. Kein Rascheln beim Umschlagen der Seite, kein weiches Papier zwischen den Fingern, kein Papierduft in der Nase … trotzdem ist so ein eReader, als Ergänzung zum echten Buch zumindest, eine schicke Sache. Zum Lesen brauche ich nur eine Hand – die Katze freut’s, der kann ich nun während des Lesens gleichzeitig den Bauch kraulen und muss zum Umblättern nicht unterbrechen – was mir diverse böse Blicke und das ein oder andere missbilligende Knurren erspart.

 

Was aber nun zu dieser Kurzschlussreaktion führte, die mich in den nächsten Tech-Store trieb? Schuld daran ist Autor Kevin Hearne, der mich mit seinen Iron Druid Chronicles in den Bann gezogen hat. Während die einzelnen Romane stolz in meinem Regal prangen (und auch in Zukunft weiter prangen werden), hat er leider (oder auch nicht so sehr leider) die Angewohnheit immer mal wieder kleinere Zwischenepisoden niederzuschreiben die ausschließlich im eBook-Format erscheinen. Was blieb mir anderes übrig, als mich der modernen Technik zu beugen und mir einen eReader zu besorgen? Auf die Kurzgeschichten verzichten, weil sie ja doch nicht wichtig für die Reihe an sich sind?

 

UNMÖGLICH!

 

Ja, nein, wirklich, es ist schlichtweg inakzeptabel für mich jede noch so kleine Episode um Druide Atticus verpassen zu müssen. Das ist in etwa so als würde man Oberon ein hoch belegtes Tablett mit frischen Würsten im knusprig gebräunten Bacon-Mantel vor die Nase halten und ihm sagen »iss das nicht!«

 

So also kommt es, dass Kevin Hearne mich zum Kauf eines eReaders verführt hat. Und wer Atticus und Oberon nicht kennt, nun aber neugierig geworden ist welches Buch so gut sein kann, dass ich dafür sogar meine lang gehegte Abneigung gegen digitale Bücher kurzerhand über Bord werfe, der kann in meine Rezension zum ersten Band bei BP reinschauen und sich das Ganze genauer erklären lassen. ;-)